7 Fragen an: Philippe Pencet, Musiklehrer für Gitarre und Fan von Emily Bear

An dieser Stelle interviewen wir regelmäßig Musiker, die mit FORTE ihre Stücke schreiben und uns von Ihrer individuellen Musikpraxis erzählen. Jede Geschichte eröffnet uns allen so einen neuen spannenden Einblick in die Welt des Notenschreibens.

Philippe Pencet Gitarrenspieler

Freuen Sie sich heute auf Philippe Pencet aus Frankreich: Er ist Musiklehrer für klassische Gitarre und lebt seit 1986 im Schwarzwald. Er hat FORTE im Mai 2012 entdeckt. Seitdem schreibt er alle seine Kompositionen mit FORTE.

1. Philippe, Sie haben gerade wieder ein neues Video auf Ihrer Website veröffentlicht. Ein Gitarrenduett, mit wem spielen Sie?
Mit meiner Tochter Carina, sie teilt meine Leidenschaft Gitarre zu spielen und ist mindestens so gut wie ich. Wir spielen hier das Stück „Joie“ von Emily Bear.

2. Emily Bear, dieses junge Mädchen scheint in Ihrem Leben eine besondere Rolle zu spielen. Fast alle Stücke, die Sie auf Ihrer Website der Öffentlichkeit präsentieren, sind Stücke von ihr, die Sie für die Gitarre arrangiert haben.
Ja, Emily Bear spielt Klavier und komponiert, seit sie zwei Jahre alt ist. Sie ist 2001 geboren, also noch sehr jung. Ihre Stücke berühren mich auf so besondere Weise, wie ich es kaum beschreiben kann. Da ich kein Klavierspieler bin, schreibe ich viele ihrer Stücke für Gitarre um, die Noten setze ich mit FORTE Home. Ich habe Ihnen auch ein Stück von ihr mitgebracht, das ich in FORTE für Gitarre umgeschrieben habe und allen hier gerne zur Verfügung stelle (weitere Hinweise zur Paritur siehe Info-Box unten).

3. Vielen Dank, Philippe. Emily wird in den USA als „Mozart des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet. Mit 9 Jahren hat sie als bis dato jüngste Künstlerin in der Carnegie Hall in New York einen großen Auftritt gehabt. Sie sind im Schwarzwald, Emily ist in Amerika weit weg, was verbindet Sie beide?
Mein Gefühl, meine Erlebnisse zeigen mir, dass diese starke, besondere Beziehung hunderte von Jahren alt ist. Wir sind mit Briefen und E-Mails in Kontakt und freuen uns, wenn wir uns bald persönlich treffen können. Das ist fest geplant und hätte neulich schon einmal fast auf einer Europatour in Frankreich geklappt.

4. Sie haben auf Ihrer Website auch ein Video hochgeladen, in dem Sie das Thema „Kinder der Neuen Zeit“ aufgegriffen und musikalisch bearbeitet haben. In spirituellen Kreisen spricht man von Kristall- und Indigokindern, die eine besondere energetische Begabung haben. Sie machen auch musikalische Früherziehung, welchen Einfluss hat dieser spirituelle Ansatz auf Ihre Arbeit als Musiklehrer?
Saint Exupéry sagte: Es werden so viele Mozarts umgebracht. Meine Aufgabe ist es, in jedem Kind einen „Mozart“ zu entdecken, oder anders gesagt: „Gott“ in jedem Menschen zu entdecken. Es ist für mich sehr leicht, in Kindern das „Göttliche“, das schöpferische, fröhliche Leben zu entdecken. Dies tritt in besonderer Weise auch auf Emily Bear zu.

5. Eigentlich hatten sie einmal ein Studium der Physik und Mathematik begonnen, doch dann stellten Sie Ihre Leidenschaft für Musik in den Mittelpunkt Ihrer Ausbildung, lernten Gitarre bei Gérad Ganvert und schlossen bei Alberto Ponce ab. Wie kam es zu den lebensphilosophischen Betrachtungen, die heute offensichtlich eine große Rolle für Sie spielen?
Die Musik ist für mich wie ein Schlüssel zu einer anderen Welt. Parallel zum meinem Studium habe ich mich immer auch schon mit Philosophie, Religion und Weisheiten der Welt beschäftigt, was mich im Jahr 1986 übrigens nach Deutschland führte. Dort lernte ich mit Begeisterung die deutsche Sprache. Später gab ich kindern an Waldorfschulen Gitarrenunterricht. Dabei stand immer ein ganzheitliches Denken von Musik, Kunst und Leben im Vordergrund.

6. Ihre Schüler profitieren sicherlich davon. Wie haben Sie denn eigentlich Ihre Noten gesetzt, bevor Sie FORTE entdeckt haben?
Ich habe vorher ein anderes Programm benutzt, das nicht so gut war, dafür viel teurer und zu kompliziert (Finale, Anm.d.R.), und bin umgestiegen, da ich mit FORTE viel mehr machen kann. Und wenn ich ein Problem habe, wird mir immer toll geholfen.

7. Wie nutzen Sie FORTE für Ihre Arbeit?
Ich bereite Übungen für meine Schüler damit vor, z.B. einfache Bearbeitungen der Musik von Emily Bear. Die Schüler freuen sich immer schon darauf. Inzwischen schreibe ich alle meine Arrangements mit Ihrer Software. Die Arbeit mit Kindern, die Auseinandersetzung mit der fast magischen Musik von Emily Bear, einfach das Musizieren, das macht mir am meisten Spaß und erfüllt mein Leben.

Philippe hat eine klassische Ausbildung in Musik: er studierte in Paris an der Sorbonne. Er hat die Klavierstücke “Good Bye” und “Journey to my Heart, komponiert von Emily Bear, für Gitarre arrangiert und in FORTE gesetzt. Er stellt die Partitur “Journey to my Hear” unseren Kunden zum Download zur Verfügung! Dieses Stück ist von ihrer CD “Hope” von Emily Bear, die im Dezember 2010 erschienen ist. Wer sich für die entsprechende FORTE-Partitur hierzu interessiert, kann sich direkt bei Philippe melden: E-Mail an: pencet@outlook.com. Seine Website erreichen Sie hier: www.music24.de

Emily selbst soll, so heißt es, ihre Stücke selbst nicht aufschreiben oder notieren. Ihre Stücke entstehen weder mit Stift und Papier noch mit einem Notensatzprogramm. Denn Emily liebt es, sich Lieder selbst auszudenken. Dann setzt sie sich ans Klavier, meistens spontan, oft dann, wenn keiner damit rechnet. Und dann spielt sie ein völlig neues Stück von Anfang bis Ende. Und dann spielt sie es immer wieder. Mit ihrem herausragenden Gehör gelingt es ihr, das Stück immer wieder zu reproduzieren. Ihre Stücke werden aufgenommen und später von Notensetzern in Partituren übertragen. (Quelle: vgl. Das Wunderkind am Klavier, SAT 1 Dokumentation, 2010, YouTube)

Für alle, die hier das erste Mal von Emily Bear lesen und sich wie Philippe und die FORTE-Redaktion für den “Mozart des 21. Jahrhunderts” interessieren, gibt es auf Youtube einen großen Fundus an Videos über Emily Bear. Natürlich hat die Künstlerin auch eine eigene Website: www.emilybear.com Im Juli 2013 ist übrigens ihre neueste CD mit dem Titel “Diversity” erschienen.

4 Kommentare
  1. Ing. Josef Döller
    Ing. Josef Döller says:

    Leider konnte ich dieses Programm noch nicht testen, da mein PC bei der Installation (Aufruf des Programmes) eine Fehlermeldung zeigt.
    mfg
    Ing. Josef Döller
    PS.: muß erst die Fehlerursache finden

    Antworten
  2. Jörg Radant
    Jörg Radant says:

    Ich spiele selbst gern Gitarre (Leider viel zu selten).
    Es ist sicher eine gute Idee Stücke neu zu arangieren (Jerry Snyder, Hayden zB.).
    Das versuche ich jetzt mit Forte (Ohne Musikstudium):

    Hoffentlich behält das Mädchen auch später den Spaß an der Musik (Trotz Musikstudium):

    Allen weiter viel Spaß mit Musik
    Jörg Radant

    Antworten

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